Lust am Kuscheln – Lust auf Sex?

Viele von euch fragen sich bestimmt, wie man in so einer intimen Situation wie beim Kuscheln damit umgeht, wenn man plötzlich Lust auf Sex bekommt.

Erst einmal: Ja, das kommt vor. Und zweitens: Nein, das ist nicht „schlimm“. Uns ist vor allem wichtig, dass einem nichts peinlich ist. Gefühle kommen und gehen, gute Gefühle und negative Gefühle sind bei uns willkommen. Ihr könnt die in der Session auch offen zeigen. Wir können mit starken Gefühlen und deren Ausdruck gut umgehen.

Was nicht geht ist, dass man dem Drang nachgibt, also konkrete sexuelle Handlungen initiiert. Euer Gefühl hat ja nichts direkt mit uns als Person zu tun, sondern wird durch bestimmte Berührungen hervorgerufen, es ist also eine intuitive Antwort eures Körpers auf die Nähe, die plötzlich entsteht. So kann man gut lernen, innere Vorgänge zu beobachten und zu akzeptieren, aber nicht danach zu handeln. Das lernt man auch bei anderen Arten der Meditation. Kuscheln kann man also auch als Meditation sehen, als angeleitete Versenkung im eigenen Körper. Denn den eigenen Körper kann man am besten fühlen, wenn er von anderen angefasst wird, das kennt ihr vielleicht aus Erfahrung. Unser Körper ist darauf ausgelegt, von anderen Menschen berührt zu werden, da wir durch und durch soziale Wesen sind. Unsere Haut ist ein hypersoziales Organ. Mehr dazu in einem der nächsten Blogposts!

Wie funktioniert das also beim sexuellen Gefühl? Ihr ändert einfach die Position, lasst eure Gedanken weiter schweifen und nehmt eure Erregung bewusst wahr. Ihr werden merken, nach einer Weile verschwindet diese wieder und macht einer angenehmen Entspannung Platz. Denn das ist am Ende das Ziel: eine völlige Entspannung, bei der ihr all eure Probleme vergessen könnt, und die auch danach noch lange anhält.

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