Unternehmensberatung und so

Heute ist ein wichtiger Tag: Wir haben unser erstes persönliches Businessgespräch mit einem Experten! Ein echter Unternehmensberater! Zwar ist er auch aus unserem Freundeskreis, aber den Termin nehmen wir dennoch alle sehr ernst. So sitzen wir also bald alle mit unseren Notizblöcken und bunten Stiften auf dem Sofa zusammen. Die erste Erkenntnis: Es gibt in ganz Österreich noch kein einziges Business für professionelles Kuscheln. Wir sind also ein Präzedenzfall. Das gefällt mir! Schließlich will ich etwas ganz Neues in unserer Gesellschaft etablieren, und es macht mir nichts aus, die Einzige dabei zu sein. Um sich als Gewerbe anzumelden, muss man jedoch erst einmal wissen, zu welcher Kategorie man gehört. Am ehesten können wir uns vorstellen, uns zu den Humanenergetikern zu zählen. Schließlich wollen auch wir den Leuten durch Berührung helfen. Da prinzipiell jeder das Zeug zum Kuscheln hat und wir keine Aufnahmeprüfung machen wollen, scheidet das Gewerbe der Masseure für uns aus. Zumindest wissen wir jetzt, was zu tun ist, wenn wir irgendwann mal richtig Geld verdienen.

Unser Berater scheint unsere Situation ganz genau zu verstehen, er besitzt ein super Einfühlungsvermögen. Die Motivation hinter unserem Kuschelangebot gefällt ihm auch: Körperliche Berührung in der Gesellschaft zu enttabuisieren und zu entsexualisieren. Durch die Formulierung von diesem Ziel können wir unsere Kundschaft auch besser eingrenzen: Es geht hier um Menschen, die in einem Berührungsvakuum stecken, und nicht wissen, wie sie es verlassen können. Ganz schnell kann man in so einer Sackgasse feststecken: Man ist getrennt oder geschieden, schon länger single, und ist gar nicht mehr daran gewöhnt, mit anderen Menschen in Berührung zu kommen. Wir überlegen uns also Wege, diese Menschen zu erreichen. Es macht total Spaß, uns Strategien zu überlegen, und wie wir uns selbst am besten darstellen können. Denn um uns anzuschreiben und uns zu buchen erfordert es schon einen gewissen Mut und vielleicht einige Überlegungen im Vorfeld. Diesen ersten Schritt wollen wir erleichtern.

Am Ende sind wir total aufgekratzt und würden am liebsten gleich loslegen mit Flyern verteilen, T-Shirts drucken und Texten schreiben. Auf dem Foto sehr ihr die Kuschel Katze von Tina und die Tarotkarten, die die Zukunft von unserem Betrieb voraussagen. 😉

 

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